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Wöllersheimer Kinder sind jetzt sicherer

Die Eltern aus Wöllersheim können jetzt etwas ruhiger schlafen: Ein örtliches Bauunternehmen hat in zweiwöchiger Bauzeit im Auftrag der Gemeinde einen Fußweg abseits der viel befahrenen Hauptstraße angelegt, auf dem insbesondere die Kinder des Ortes besser vor dem Fahrzeugverkehr geschützt sind. Auf Initiative einer Einwohnerin, die mit ihrer Familie am südlichen Ortseingang von Wöllersheim wohnt, ist das Projekt ins Rollen gekommen. Egal ob zur Bushaltestelle, zu Freunden zum Spielen oder beim Besuch anderer Familien – immer mussten die Kinder direkt an der Kreisstraße entlang gehen. Auch wenn dort die innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h gilt, wird in dem kleinen Ort auf der Durchreise von Bodenburg nach Lamspringe oder andersherum oft deutlich schneller gefahren, weiß Bau- und Ordnungsamtsleiter Stephan Willudda zu berichten. Wegen der angrenzenden Baumreihe konnte hier kein fester Fußweg gebaut werden. Und obwohl Wöllersheim der Ort mit der prozentual höchsten Kinderquote innerhalb der Gemeinde Lamspringe ist, wollte man in der Vergangenheit nicht zu viel Geld für die insgesamt gesehen doch wenigen Fußgänger ausgeben. Vor einigen Jahren hatte die Gemeinde immerhin den Grünstreifen am Fahrbahnrand mit einer Schotterschicht befestigt, was aber die eigentliche Gefahr der vorbeifahrenden Autos nicht reduzierte. Verschiedene andere Maßnahmen waren im letzten Jahr diskutiert worden. So war auch schon die Verkehrskommission des Landkreises zu Gast. Diese konnte aber auch nicht weiterhelfen, weil bereits Tempo 50 galt und zusätzlich am Ortseingang mit dem Verkehrszeichen 136-10 auf Kinder in Fahrbahnnähe hingewiesen wurde. Schließlich wurde eine einfache, kostengünstige und wirksame Lösung gefunden: Ein Eigentümer hat der Gemeinde einen Streifen seiner landwirtschaftlichen Fläche hinter der Baumreihe an der Straße überlassen und ein örtliches Bauunternehmen hat darauf kostengünstig einen befestigten Fußweg angelegt. Aus Sicht von Bürgermeister Andreas Humbert ist das ein guter Kompromiss. „Wir haben hier mit einer vertretbaren Geldsumme eine deutliche Verbesserung der Situation erreicht“, sagt er und bedankt sich bei allen, die zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beigetragen haben. Und die Wöllersheimer Eltern können jetzt endlich beruhigter sein, wenn ihre Kinder das Haus verlassen.