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Sophienkirche in Lamspringe

 

Die Kirche und ihre Geschichte

Das Leben der evangelischen Kirchengemeinde begann im Jahre 1568 durch Herzog Julius von Braunschweig. Zunächst hielt die Gemeinde ihre Gottesdienste in der ehemaligen Klosterkirche. Aber mit der Rückgabe des Großen Stiftes Hildesheim an den Bischof von Hildesheim begann im Jahre 1629 auch die Rekatholisierung Lamspringes und damit wurde der evangelischen Gemeinde auch ihre bisherige Kirche genommen. Sie stand plötzlich ohne Kirche da und musste mit ihren Gottesdiensten nach Graste und Neuhof ausweichen. Es gelang ihr, nach einer vom Hildesheimer Bischof im Jahre 1647 genehmigten Sammlung, eine Kirche am nördlichen Fleckenausgang zu bauen.

Da diese erste Kirche für die Gemeinde aber bald zu klein wurde, versuchte sie, eine größere zu bauen. Die dazu erforderliche Genehmigung des Abtes Placidus Gascoigne des Klosters, des Patrons der Gemeinde, erhielt sie aber erst nach langem Streit. Als der Abt endlich zustimmte, bewilligte er auch noch Bauholz.           

So wurde eine Kirche im Barockstil mit einem abgesetzten Chor erbaut, aber noch ohne Turm. Sie wurde im November 1682 geweiht und in Benutzung genommen. 

Aber ihr war kein langes Bestehen bestimmt, denn der große Brand vom November 1690 vernichtete sie mitsamt dem Pfarrhaus und vielen Fleckenhäusern. Da viele der Bürger durch den Brand selbst geschädigt waren, war es ihnen nicht möglich, Geld für den Wiederaufbau der Kirche aufzubringen. Es gelang ihnen aber, die in Bodenburg und Bornhausen lebende Freifrau Sophie Catharina von Steinberg, gb. von Münchehausen, as Stifterin zu gewinnen. Sie ließ auf ihre Kosten die jetzige Kirche auf den Grundmauern der alten Kirche neu erbauen und ausstatten. Im November 1692 wurde die Kirche eingeweiht.

Im Kircheninneren schuf der Lamspringer Künstler Micha Kloth in den Jahren 2005 - 2007 einen Bilderzyklus von 12 farbigen Pastellgemälden für die Emporenbrüstung. 

Sie zeigen im Jahresverlauf Ereignisse und Feste aus dem biblischen Kirchenjahr.

Die Bilder sind ein Geschenk des Künstlers an die evangelische Kirche.

 

Mehr Bilder finden Sie auch unter: www.raymond-faure.com